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Barbarazweige
Wer gern mitten im Winter blühenden Zimmerschmuck hat, schneidet
am 4. Dezember von Obstbäumen, am liebsten von Kirschbäumen,
Zweige ab und stellt sie in warmes Wasser an einen warmen Platz in der
Wohnung, in der Hoffnung, daß die Knospen in der Weihnachtszeit
aufbrechen.
Von den Zweigen, die man sich am 4. Dezember ins Haus holte, hieß
es, dass sie uns Zukünftiges prophezeien: Die Mädchen, die in
einer guten Partie ihre Zukunft sahen, steckten am 4. Dezember Zweige
mit den Namen ihrer Favoriten ins Wasser, verdorrte ein Zweig war die
Sache gegessen. Für die, die an Weihnachten blühten, wurde die
Sache erst richtig spannend.
.Der Brauch geht auf das Fest der heiligen Barbara zurück, der Schutzpatronin
der Bergleute, der Artilleristen, der Sterbenden und Helferin gegen Blitzgefahr.
Barbara war die Tochter eines reichen heidnischen Fürsten aus Nikomedien
in Kleinasien. Wegen ihrer Schönheit wurde sin in einem Turm verborgen
gehalten – so jedenfalls lautet die Legende. Im christlichen Glauben
unterrichtet, weigerte sie sich, den Göttern zu opfern. Daraufhin
wurde sie von ihrem eigenen Vater dem Henker ausgeliefert und hingerichtet. |
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Weihnachtsgans
Am Heiligabend des Jahres 1588 gab es eine wichtige Seeschlacht zwischen
England und Spanien. Die englische Königin gab gerade ein Bankett
und aß ein Stück Gänsebraten, als sie die Nachricht vom
Sieg erreichte. So wurde die Gans zum offiziellen Weihnachtsschmaus.
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Christstollen
Der Christstollen gehört zu den sogenannten Gebildebroten. Das ist
Gebäck, das bestimmte symbolische Formen darstellt. Der Stollen gilt
als das in weiße Windeln gewickelte Christkind.
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Kuss unterm Mistelzweig
Die gebelig verzweigten Äste der Mistel, die an jedem Stengelstück
1 Blattpaar ! trägt, werden über einer Tür befestigt. Tritt
ein Paar, zufällig oder auch absichtlich, gleichzeitig unter den
Zweig, so ist ein Kuss erlaubt, und man sagt, es stünde im Folgejahr
eine Hochzeit ins Haus. |
Weihnachtsessen
Aus
Henriette Davidis praktischem Kochbuch für die
gewöhnliche und feinere Küche in einer Neubearbeitung aus dem
Jahr 1896 wurden folgende Speisen vorgeschlagen:
Am Heiligabend
Bürgerlicher
Mittagstisch: Hafermehlsuppe,
Stockfisch mit Teltower Rübchen und Kartoffeln
Reiche Küche: Fleischbrühe
mit Grießklößchen, Ragout fin in
Muscheln, Rebhühner mit Sauerkohl, Käsetorte
1.Weihnachtsfeiertag
Bürgerlicher
Mittagstisch: Fleischbrühe
mit Leberklößchen,
Angeschlagener Hecht mit Sardellensauce, gebratener Fasan mit Rotkrautsalat,
Plumpudding
Reiche Küche: Boillonsuppe
mit Eiergelee, Roastbeefpudding mit Sardellsauce, Gänsebraten
mit Grünkohl und Kastanien, Plumpudding |


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